Um es direkt einmal kurz zu machen: die Menschen hier sind alle super freundlich und wollen einem immer Helfen; allerdings sind sie auch sehr geschäftstüchtig was ich heute erleben durfte 🙂

In Nepal leben Buddhisten und Hinduisten sehr eng aufeinander und miteinander und es ist oftmals schwer beide Religionen auseinanderzuhalten, wenn man sich davor noch nie so richtig damit beschäftigt hat. Hinduisten tragen meist einen roten Punkt zwischen den Augen, oder wenn sie verheiratet sind, oben am Haaransatz über der Stirn. Außerdem tragen verheiratete Frauen auch eine Kette um den Hals. Aber dennoch gilt: Ausnahmen bestätigen die Regel 😀

Die Buddhisten tragen manchmal einen weißen Punkt zwischen den Augen und verheiratete Frauen tragen einen Armreif, der erst zwerbrechen darf, sobald der Mann verstorben ist. Am besten lässt es sich erkennen, ob jemand Buddhist ist, wenn man zu einer Stupa geht und schaut, wer dort mit der rechten Hand die Gebetsmühlen dreht und eine Gebetskette in der Hand trägt.

Es gibt aber auch einige Christen in Nepal. In der Nähe ist zum Beispiel ein christliches College  und dort war ich die letzten Tage immer Abends zum Volleyballspielen mit den sehr liebenswürdigen Studenten.

Wie viele wahrscheinlich wissen, ist Nepal nicht gerade das reichste Land der Erde und das bekommt man ganz besonders gut zu spüren, wenn man nicht in den Tourivierteln wie Thamel oder Patan wohnt, sondern wie ich in Jorpati, einem Stadtteil im Osten Kathmandus. Hier verkaufen viele Kinder Süßigkeiten oder auch Wasser. Auch sind viele Leute ohne Schuhe unterwegs oder in kurzen Hosen, was in Nepal soviel bedeutet wie: „Man ist zu arm, um sich eine lange Hose zu leisten“. Die Ärmsten kommen hier auf einen Jahresverdienst von gerade einmal 730€.